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Charcot-Fuß
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Charcot-Fuß ist die Bezeichnung fĂŒr die neuropathische Arthropathie am Fuß, eine seltene Erkrankung infolge Schmerzunempfindlichkeit. Dabei brechen Knochen und Gelenke unbemerkt, ohne dass die Betroffenen Frakturschmerzen empfinden, weil Schmerzreize aufgrund einer Nervenstörung nicht mehr wahrgenommen werden können (Charcot-Neuroarthropathie, benannt nach dem französischen Neurologen Jean-Martin Charcot). 95 % aller Patienten mit Charcot-Fuß sind Diabetiker und ĂŒber 60 Jahre alt; bei ihnen wird die Erkrankung dem Syndrom des Diabetischen Fußes zugeordnet. Zuerst beschrieben wurde die Neuroarthropathie des Fußes vom englischen Arzt Herbert William Page 1881.cite-ref-1[1] Erstmals verwendet wurde der Begriff Charcot-Fuß (Charcot's foot) von Ralph H. Major in der amerikanischen Fachzeitschrift JAMA am 17. Mai 1928 auf S. 846.

Contents

‱ Diagnostik
‱ Therapie
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Ursachen fĂŒr eine neuropathische Arthropathie (Neuroarthropathie)

‱ primĂ€re, angeborene Neuropathien mit Störung der Schmerzwahrnehmung
‱ erworbene Neuropathien mit Störung der Schmerzwahrnehmung, z. B. bei langjĂ€hrigem Alkoholabusus, Diabetes mellitus, Lepra, Syphilis

HĂ€ufigkeit des Charcot-Fußes bei Diabetes mellitus

Der Charcot-Fuß ist eine sehr seltene Erkrankung, wie eine Untersuchung in DĂ€nemark gezeigt hat. Von allen Menschen mit Diabetes haben demnach 0,56 % einen Charcot-Fuß (PrĂ€valenz), und erkranken 0,074 % pro Jahr neu an Charcot-Fuß (Inzidenz).cite-ref-2[2] Statistisch gesehen hĂ€tte demnach eine Hausarztpraxis mit 2000 Patienten (darunter 100 Diabetes-Patienten) nur 0–1 Patienten mit Charcot-Fuß, und wĂŒrde alle 13 Jahre mit einem neuen Fall konfrontiert. Eine große Diabetes-Ambulanz mit 10.000 Diabetespatienten dagegen hĂ€tte unter ihnen 56 Patienten mit Charcot-Fuß und wĂŒrde pro Jahr 7 neue FĂ€lle sehen. Bei denjenigen Menschen mit Diabetes mellitus, bei denen eine diabetische Neuropathie mit Verlust der SchmerzsensibilitĂ€t der FĂŒĂŸe besteht, ist die Inzidenz schĂ€tzungsweise um den Faktor 10 erhöht.cite-ref-3[3]

Entstehung der Erkrankung

Bis heute ist die Entstehung nicht genau geklĂ€rt. Voraussetzung ist der Verlust der SchmerzsensibilitĂ€t der FĂŒĂŸe. Ausgelöst wird das Krankheitsbild durch eine Skelettverletzung (Trauma). Die neurovaskulĂ€re Theorie beschreibt eine durch eine nervliche Fehlsteuerung hervorgerufene verstĂ€rkte Durchblutung und einen verstĂ€rkten Knochenabbau. Die neurotraumatische Theorie besagt, dass es bei fehlender Schmerzwahrnehmung durch Überlastung zu wiederholten minimalen Verletzungen der GelenkflĂ€chen kommt, die dann in eine zunehmende Zerstörung des Knochens ĂŒbergehen, da auch diese zunehmenden SchĂ€den als kaum bis nicht schmerzhaft wahrgenommen werden. Da kein gewöhnliches Schmerzempfinden vorhanden ist, belasten die Betroffenen den gebrochenen Fuß weiter und konsultieren erst einen Arzt, wenn die Schwellung und Rötung (d. h. die innerliche EntzĂŒndung) sehr ausgeprĂ€gt ist, der Fuß nicht mehr in den Schuh passt, eine Fehlstellung entstanden ist oder beim Auftreten dumpfe undeutliche Schmerzen gefĂŒhlt werden.

Das aktive Krankheitsstadium reprĂ€sentiert somit ein chronisch-repetitives „low-energy“ Frakturgeschehen durch fortgesetzte submaximale Belastung (Gehen); als Begleiterscheinung sind entzĂŒndliche Zytokine (u. a. verschiedene Interleukine, TNF-alpha) erhöht.cite-ref-4[4] Durch Immobilisation und Entlastung wird es in das inaktive Stadium ĂŒberfĂŒhrt (Defektheilung), d. h. es kommt zur sekundĂ€ren (Gelenk-)Fraktur-Heilung mit Gelenkversteifung(en) und Deformierung(en). Die Zytokin-Erhöhungen klingen ab.cite-ref-5[5]

Verlauf und Prognose

Bei frĂŒhzeitiger Erkennung des Krankheitsbildes, wenn noch keine vollstĂ€ndigen Gelenk- oder KnochenbrĂŒche vorliegen, fĂŒhrt die sofortige und dauerhafte Ruhigstellung und Entlastung des betroffenen Fußes zur RĂŒckbildung des EntzĂŒndungsprozesses und vermeidet, dass der Fuß nennenswert deformiert wird. Meist sind dennoch einzelne Gelenke und BĂ€nder irreversibel geschĂ€digt und versteifen, sodass ihre Funktion und Belastbarkeit lebenslang eingeschrĂ€nkt bleibt (Defektheilung) und der Fuß nur in einem (normalen) Schuh mit Laufsohlenversteifung und Abrollhöcker (Vorfußrolle) ohne weitere BeschĂ€digungen benutzbar ist. Wird erst mit Ruhigstellung und Entlastung begonnen, wenn schon komplette Knochen- und GelenkbrĂŒche entstanden sind, sind erhebliche Deformierungen die Folge. Je lĂ€nger die initiale Skelettverletzung, beispielsweise infolge einer Verstauchung, unbeachtet bleibt und auf dem verletzten Fuß umhergelaufen wird, desto schlimmer wird die weitere BeschĂ€digung und infolgedessen die Deformierung des Fußskeletts.cite-ref-6[6] Der Heilungsprozess fĂŒhrt zur Ausbildung eines völlig versteiften Klumpfußes, der nur in entsprechend versteiftem orthopĂ€dischen Maßschuh mit Laufsohlenversteifung benutzt werden kann.

Laufsohlenversteifung und Abrollhöcker sind in jedem Fall notwendig, da jede Biegung der zusammengewachsenen, verknöcherten (ankylosierten) Gelenke beim Gehen zu ihrer erneuten Fraktur fĂŒhrt, mit EntzĂŒndung und weiterer Deformierung, d. h. zum akuten RĂŒckfall beziehungsweise zur erneuten Aktivierung des Charcot-Fußes.

Diagnostik

Der Charcot-Fuß ist im Anfangsstadium nur schwer zu erkennen: die Ă€ußerlichen VerĂ€nderungen (schmerzlose Schwellung mit ÜberwĂ€rmung und Rötung) werden oft fehlgedeutet, u. a. als Anzeichen einer tiefen Beinvenenthrombose. Die Diagnose wird oft erst mehr als 8 Wochen nach Symptombeginn gestellt, wenn schon schwere Skelettzerstörungen entstanden sind und der Patient den Arzt aufsucht, weil der geschwollene Fuß nicht mehr in den Schuh passt.

Diagnose-Kriterien

‱ Wahrnehmungsschwelle fĂŒr Nadelreiz-Schmerzcite-ref-7[7]: 512 mN und höher
‱ MRT: Knochenmarködem und/oder Fraktur, BĂ€nderschaden, Weichteilödem

Untersuchungen

‱ Anamnese: Als auslösendes Trauma wird – soweit erinnerlich – oft ein banales Ereignis angegeben, z. B. eine Verstauchung (Distorsion). Werden Schmerzen angegeben, widersprechen sie dem eigenen SchmerzverstĂ€ndnis des Untersuchers.
‱ Inspektion: Im frĂŒhen aktiven Stadium ist der Fuß teilweise oder ganz entzĂŒndlich geschwollen und gerötet, ohne dass eine Infektion (z. B. eine Wundrose oder eine Phlegmone) besteht. Selten sind beide FĂŒĂŸe gleichzeitig betroffen. Im fortgeschrittenen aktiven Stadium ist der Fuß heiß, gerötet, geschwollen und deformiert, teils auch mit offenen Wunden an KnochenvorsprĂŒngen. Im inaktiven, d. h. ausgeheilten Stadium sind keine klinischen EntzĂŒndungszeichen wie Rötung, Schwellung und ÜberwĂ€rmung mehr vorhanden – etwaige Skelett-Deformierungen bestehen fort.cite-ref-8[8]
‱ Körperliche Untersuchung: Haut trocken, fehlende Schweißsekretion, im aktiven Stadium ĂŒberwĂ€rmt (Temperaturdifferenz zur Gegenseite > 1 °C). Der andere Fuß erscheint oft normal, weist aber ebenfalls trockene Haut und völlige GefĂŒhllosigkeit auf. Im inaktiven Stadium sind beide FĂŒĂŸe gleich temperiert; der Charcot-Fuß ist deformiert und starr, der andere normal geformt und beweglich.
‱ Quantitative sensorische Testung (QST): die Wahrnehmungsschwellen fĂŒr thermische und mechanische Schmerzreize (Schmerzschwellen) sind erhöhtcite-ref-9[9]
‱ Bildgebung: Röntgendiagnostik, Computertomographie, Kernspintomographie/Magnetresonanztomografiecite-ref-10[10] eventuell eine Leukozytenszintigraphie, um den Verdacht auf eine Osteomyelitis auszuschließen. Eine allein auf konventionellen Röntgenbildern basierende Diagnostik wird heutzutage vom Oberlandesgericht Köln als unzureichend angesehen.cite-ref-11[11] Das konventionelle Röntgenbild diagnostiziert geschlossene Fußfrakturen nur ungenau: ĂŒbersehen werden 43 % der Metatarsalfrakturen bzw. 76 % der Tarsalfrakturen (Goldstandard: Magnetresonanztomografie, CT).cite-ref-12[12]

Einteilungen

Der Charcot-Fuß kann nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden: nach Schweregrad und AktivitĂ€tsstadium (Einteilung nach Chantelau und GrĂŒtzner), nach dem Befall der Skelettanteile (Einteilung nach Sanders und Frykberg)cite-ref-13[13] und nach dem röntgenologischen Verlauf (Einteilung nach Eichenholtz und Levin).

| Schweregrad | aktives Stadium | inaktives Stadium | Prognose |
|---|---|---|---|
| Grad 0 = OHNE Kortikalis-Fraktur | geringe Fuß-Schwellung und ÜberwĂ€rmung, keine Skelettdeformierung / MRT: mikrotrabekulĂ€re Frakturen, geringes Knochenmark- und Weichteilödem / Röntgen: unauffĂ€llig | keine Fuß-Schwellung und ÜberwĂ€rmung, keine Skelettdeformierung / MRT: kein Knochenmark- und Weichteilödem / Röntgen: unauffĂ€llig | gĂŒnstig: Fuß eingeschrĂ€nkt belastbar, aber nicht nennenswert deformiert |
| Grad 1= MIT Kortikalis-Fraktur | starke Fuß-Schwellung, ÜberwĂ€rmung und Deformierung / MRT: Kortikalis-Frakturen, erhebliches Knochenmark- und Weichteilödem, Skelettdeformierungen / Röntgen: Kortikalis-Frakturen, Skelettdeformierungen | keine Schwellung und ÜberwĂ€rmung, aber knöcherne Deformierungen und Gelenkversteifungen (Ankylose) / MRT: Gelenkfehlstellungen, kein Knochenmark- und Weichteilödem / Röntgen: Gelenkverknöcherungen und Fehlstellungen | ungĂŒnstig: Fuß eingeschrĂ€nkt belastbar und stark deformiert |

| Typ | Befallene Skelettanteile | HĂ€ufigkeit |
|---|---|---|
| I | Interphalangealgelenke, Metatarso-Phalangealgelenke, Metatarsalia | 10–30 % |
| II | Tarso-Metatarsalgelenke | 15–48 % |
| III | Navikulo-Kuneiforme-Gelenke, Talo-Navikulargelenk, Kalkaneo-Kuboid-Gelenk | 32 % |
| IV | Sprunggelenke | 10 % |
| V | Kalkaneus | 2 % |

| Verlaufsstadium | Röntgenbild | Klinische Zeichen |
|---|---|---|
| 0 Initialstadium | Röntgen -nativ: unauffĂ€llig MRT : Knochenmarködem | schmerzlose Weichteilschwellung und -Rötung ohne Anhalt fĂŒr Infektion. Aktives Stadium, Grad 0 |
| I Destruktionsstadium Ia Fragmentationsphase Ib Luxationsphase | Demineralisation Osteolyse ossĂ€re Fragmentation Gelenkdestruktion | Zeichen der EntzĂŒndung (Schwellung, Rötung, ÜberwĂ€rmung) Gelenkdeformation durch Gelenkerguss GelenkinstabilitĂ€t zunehmende Ausbildung der FußdeformitĂ€t Aktives Stadium, Grad 1 |
| II Reparationsstadium | Remineralisierung Fragmentresorption Knochenneubildung (Bildung von Osteophyten, Kallus, Sklerosierung) | Schwellung, Rötung, ÜberwĂ€rmung bilden sich zurĂŒck, aktives/nichtaktives Stadium Grad 1 |
| III Konsolidierungsstadium | knöcherne Fusion mit Gelenkeinsteifung (Ankylose) | bleibende FußdeformitĂ€t, Gelenkversteifung . Inaktives Stadium, Grad 1 |
| IV Ulkusstadium | deformiertes versteiftes Fußskelett | deformierter Fuß mit hohem Risiko der Ulkusbildung und Gefahr der Wundinfektion, inaktives Stadium Grad 1 |

Therapie

‱ Ein akuter Charcot-Fuß ist ein dringender Notfall, der sofortiger kompletter Druckentlastung und Behandlung in einer spezialisierten Einrichtung bedarf.cite-ref-15[15]
‱ ZunĂ€chst vollstĂ€ndige Ruhigstellung (das bedeutet zu Beginn der Diagnostik und Therapie eine stationĂ€re Behandlung)
‱ Nach Abklingen der Akutphase, d. h. Abschwellen des Fußes, Anpassen eines Gipsverbandes, einer Zwei-Schalen-Orthese oder eines speziellen starren Kunststoffverbandes (Total Contact Cast)cite-ref-16[16] fĂŒr ca. 6–10 Monate, bis zur kompletten Abheilung der Knochen- und GelenkentzĂŒndungen, teils notwendigerweise auch in funktioneller Fehlstellung.
‱ Danach Tragen eines speziellen orthopĂ€dischen Schuhes mit steifer Laufsohle und sogenannter Vorfußrolle.cite-ref-17[17] Gelegentliche Re-Aktivierung des Charcot-Fußes durch ungeschĂŒtzte Belastung ist unvermeidlich, daher ist es sinnvoll, dass Patienten ihre Zwei-Schalen-Orthese fĂŒr diese FĂ€lle immer gleich zur Hand haben.
‱ In einigen FĂ€llen kann eine Amputation des Fußes notwendig sein,cite-ref-18[18] dann wird eine Unterschenkelprothese erforderlich.
‱ Mit Metall-Schrauben die gebrochenen Knochen und Gelenke stabil zu verbinden, kann die Gelenkverknöcherung fördern, die normalen Gelenk-Strukturen und Funktionen aber nicht wieder herstellen. Wird ein derart verschraubter Fuß ungeschĂŒtzt zum Gehen benutzt, brechen die Schrauben oftcite-ref-19[19] (ErmĂŒdungsbruch), was anzeigt, welch starke Biege-KrĂ€fte bei jedem Schritt repetitiv auf das Fußskelett einwirken.

‱ Normalisierung des Zuckerstoffwechsels durch adĂ€quate Therapie des Diabetes mellitus hat kaum Einfluss auf die Abheilung
‱ Schulung des Patienten im Gebrauch des beschĂ€digten Fußes und des speziellen Schuhwerks

Kontrolle des Behandlungserfolgs mit Magnetresonanztomografie (MRT)

Die Kontrolle des Heilungsverlaufs mittels MRT hat zu beachten, dass der frische Frakturkallus in der ersten Phase der sogenannten sekundĂ€ren Frakturheilung unter dem MRT-Bild des „Knochenmarködems“ verlĂ€uft und daher kaum von dem „Knochenmarködem“ der akuten Knochenverletzung zu unterscheiden ist (allenfalls durch geringere entzĂŒndliche Schwellung der umgebenden Weichteile). Es muss also bei „Knochenmarködem“ immer differenziert werden, ob es sich um eine heilungsbedingte oder verletzungsbedingte Erscheinung handelt.cite-ref-20[20] Bei Knochenverletzungen, die auf Mikrotrabekeln der Spongiosa beschrĂ€nkt sind (ohne Verletzung der Kortikalis), ist eher mit primĂ€rer Heilung zu rechnen (ohne Kallusbildung) und kontinuierlichem RĂŒckgang des „Knochenmarködems“. Bei Verletzungen der Kortikalis ist sekundĂ€re Heilung mit Bildung von Frakturkallus zu erwarten und diskontinuierlicher RĂŒckgang (d. h. mit vorĂŒbergehender Zunahme) des „Knochenmarködems“. Zunahme des „Knochenmarködems“ kann auch die Folge von neuerlicher akuter Knochenverletzung sein, als Folge zu frĂŒher Beendigung der Immobilisationsbehandlung.

Prominente Patienten

Ein prominenter Kranker war der französische Maler Édouard Manet (1832–1883). Er litt an unheilbarer Neurolues mit Ataxie seit Ende der 1870er Jahre. Nachdem er Ende 1878 oder Anfang 1879 mit dem linken Fuß umgeknickt war und er nicht mehr viel gehen konnte, untersagte ihm sein Arzt Dr. Siredey 1880 das Treppensteigen. Er humpelte nur noch, er musste sich auf einen Stock stĂŒtzen, fĂŒhlte sich als „KrĂŒppel“ wahrgenommen. Im Herbst 1882 setzte Manet sein Testament auf, denn offenbar hatten sich GeschwĂŒre und Knochenfraß gebildet und seinen Allgemeinzustand verschlechtert. Als der Fuß ‚brandig‘ wurde und Sepsis drohte, wurde am 20. April 1883 das linke Bein amputiert. Am 30. April starb der Maler an den Folgen des Eingriffs.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]

Literatur

‱ Franz X. Köck, Bernhard Koester: Diabetisches Fußsyndrom. Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-140821-1. (Medizinisches Lehrbuch)
‱ H. Reike: Diabetisches Fuß-Syndrom: Diagnostik und Therapie der Grunderkrankungen und Komplikationen. de Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3-11-016215-6.
‱ Ludger Poll, Ernst Chantelau: Charcot-Fuß: Auf die frĂŒhe Diagnose kommt es an. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 107, Nr. 7, 2010, S. A-272 (aerzteblatt.de [abgerufen am 13. Oktober 2016]).

Weblinks

‱ Evidenzbasierte Leitlinie: Diagnostik, Therapie, Verlaufskontrolle und PrĂ€vention des diabetischen Fußsyndroms. (PDF; 573 kB) Deutsche Diabetesgesellschaft, Deutsche Gesellschaft fĂŒr GefĂ€ĂŸchirurgie
‱ S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes: PrĂ€ventions- und Behandlungsstrategien fĂŒr Fußkomplikationen der BÄK, KBV, AWMF. In: AWMF online (Stand 2006)

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Lee J. Sanders, Michael E. Edmonds, William J. Jeffcoate: Who was first to diagnose and report neuropathic arthropathy of the foot and ankle: Jean-Martin Charcot or Herbert William Page? In: Diabetologia. Band 56, Nr. 9, 1. September 2013, S. 1873–1877, doi:10.1007/s00125-013-2961-6.
cite-note-22. ↑ Ole Lander Svendsen, Oliver Christian Rabe, Matilde Winter-Jensen and Kristine Hþjgaard-Allin: How Common is the Rare Charcot Foot in Patients With Diabetes ? (PDF) In: Diabetes Care Volume 44,April 2021, e62. 2021, S. 2, abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-33. ↑ nach AOK Disease-Management-Programm Typ2 Diabetes Abschlussbericht 2007.
cite-note-44. ↑ That Minh Pham, Lars Henrik Frich, Kate Lykke Lambertsen, Sþren Overgaard, Hagen Schmal: Elevation of Inflammatory Cytokines and Proteins after Intra-Articular Ankle Fracture: A Cross-Sectional Study of 47 Ankle Fracture Patients. In: Mediators of Inflammation. 2021, 8897440, doi:10.1155/2021/8897440.
cite-note-55. ↑ N. L. Petrova, T. Dew, R. Musto, S. Thompson, R. Sherwood, C. Moniz, M. Edmonds: The proinflammatory cytokines IL-6 and TNF-alpha fall significantly after 3 months of casting in patients with Charcot osteoarthropathy and severe bone and joint destruction. Abstract 01. In: Volume of Abstracts, Diabetic Foot Study Group. 2010.
cite-note-66. ↑ R. Kimmerle, E. Chantelau: Weight-bearing intensity produces Charcot deformity in injured neuropathic feet in diabetes. In: Experimental and Clinical Endocrinology and Diabetes. Band 115, 2007, S. 360–364, doi:10.1055/s-2007-970578.
cite-note-77. ↑ Ernst-Adolf Chantelau: Quantitativer Nadelschmerz-Test (Pieks-Test) zeigt PrĂ€disposition fĂŒr diabetisches Fußsyndrom. In: Zeitschrift fĂŒr Allgemeinmedizin. Band 98, 2022, S. 137–142 (archive.org [PDF; abgerufen am 2. Mai 2022]).
cite-note-88. ↑ Ernst A. Chantelau, Gotthard GrĂŒtzner: Is the Eichenholtz classification still valid for the diabetic Charcot foot? Swiss Medical Weekly, smw.ch, 24. April 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. MĂ€rz 2016; abgerufen am 29. MĂ€rz 2016.
cite-note-99. ↑ Ernst A.Chantelau: Nociception at the diabetic foot, an uncharted territory. In: World Journal of Diabetes. Band 6, 2015, S. 391–402 (wjgnet.com [abgerufen am 23. November 2016]).
cite-note-1010. ↑ R. Ramnarine, A. Isaac, L. M. Meacock, N. Petrova, M. Edmonds, D. A. Elias: A novel semi-quantitative scoring proforma in the assessment of radiological resolution of the acute diabetic Charcot foot. (Online) (Memento vom 27. April 2016 im Internet Archive)
cite-note-1111. ↑ Barbara Berner: Rechtsreport. Haftung eines Durchgangsarztes. In: Deutsches Ärzteblatt. Jg. 116, Heft 15, 12. April 2019, S. C 606 (aerzteblatt.de [abgerufen am 15. Mai 2019]).
cite-note-1212. ↑ G. Peicha, K. W. Preidler, G. Lajtai, F. J. Seibert, W. Grechenig: Diagnostische Wertigkeit von Nativröntgen, Computer- und Magnetresonanztomographie beim akuten Hyperflexionstrauma des Fußes. In: Unfallchirurg. Band 104, 2001, S. 1134–1139.
cite-note-1313. ↑ Joachim Grifka (Hrsg.): Diabetisches Fußsyndrom. Verlag Georg Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-140821-1.
cite-note-141. Ernst A. Chantelau, Gotthard GrĂŒtzner: Is the Eichenholtz classification still valid for the diabetic Charcot foot? Swiss Medical Weekly, smw.ch, 24. April 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. MĂ€rz 2016; abgerufen am 29. MĂ€rz 2016.
cite-note-1515. ↑ nice.org.uk
cite-note-1616. ↑ Wolf-RĂŒdiger Klare u. a.: Total Contact Cast: Effektiv in der Behandlung Diabetischer Fußulzera. (Memento vom 23. August 2016 im Internet Archive) (PDF; 2,2 MB)
cite-note-1717. ↑ Ernst Chantelau, Uwe Rhefus: Praktische Anleitung zur Behandlung und Schuhversorgung des Charcot-Fußes. In: E. Chantelau (Hrsg.): Diabetische FĂŒĂŸe und ihre Schuhversorgung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-11-021943-2, S. 73–83.
cite-note-1818. ↑ deutsche-diabetes-gesellschaft.de (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,9 MB) DDG Praxis-Leitlinie Diabetisches Fußsyndrom 2010.
cite-note-1919. ↑ Ingvild Kummen, Ngwe Phyo, Venu Kavarthapu: Charcot foot reconstruction—how do hardware failure and non-union affect the clinical outcomes ? In: Annals of Joint;5:25. 2020, S. 1–11, abgerufen am 4. Februar 2025 (englisch).
cite-note-2020. ↑ Ernst-Adolf Chantelau, Sofia Antoniou, Brigitte Zweck, Patrick Haage: Follow up of MRI bone marrow edema in the treated diabetic Charcot foot – a review of patient charts. In: . Diabetic Foot & Ankle. 2018, abgerufen am 15. Mai 2019.
cite-note-2121. ↑ RĂ©union des MusĂ©es Nationaux Paris, Metropolitan Museum of Art New York (Hrsg.): Manet. Ausstellungskatalog. Frölich und Kaufmann, Berlin 1984, ISBN 3-88725-092-3.
cite-note-2222. ↑ Antonin Proust: Édouard Manet, Erinnerungen. Berlin 1917.